Martina Zengel, Hoanerthof

Unsere Hunde

Wir züchten Großspitze

Wie wir auf den Hund gekommen sind:

Zu einem Bauernhof gehört ein Hund. Diese Meinung hatte zumindest ich und nachdem unser Hauskater gestorben war, war es an der Zeit ein neues soziales Haustier in unsere Familie aufzunehmen. Ich hatte noch nie einen eigenen Hund, hatte aber immer mit Hunden zu tun, dabei jedoch nicht nur positive Erfahrungen gesammelt. Meinem Mann ging es ebenso und so hatten wir und die Kinder auch Angst vor Hunden. Vorallem solchen, die Bauernhöfe bewachen. Diese Angst hat meinen Mann und mich belastet, da wir beide beruflich auf Höfen unterwegs waren. Nachdem wir Schafe haben und besonders von der Hüteleistung des Border-Collies begeistert waren, wollten wir einen solchen Hund. Das war aber nicht ganz so einfach. Wir haben mehrere Border-Collie-Züchter kontaktiert. Keiner wollte uns einen Welpen verkaufen - Bauern, Anfänger, keine Hundeerfahrung, Angst vor Hunden - unmöglich. Aber mein Mann kannte einen Landwirt, von dem er wusste, dass die Mischlings-Welpen haben, die so ähnlich aussehen.

So kam unsere Nelli ins Haus, eine Kreuzung aus Deutscher Wachtelhund und Border-Collie. Nach kleineren Anfangsschwierigkeiten (unsere 5jährige Tochter wurde leicht gebissen, denn Nelli hat sich für den stärkeren Welpen gehalten) wurde Nelli unser Superhund. gelehrig, unglaublich schnell, immer zur Arbeit bereit und unglaublich verschmust. Sie war ein harter Hund, ein unglaubliches Arbeitstier: Stundenlangea Laufen am Fahrrad, Spielen, Wanderungen, Schafe beaufsichtigen, Unterordnung im Verein, sie hat alles für Ihre Aufgabe gehalten, die mit großem Eifer zu erfüllen war. Nelli hat uns bis Dezember 2017 über 15 Jahre lang begleitet.

Da ich schon von meiner beruflichen Ausbildung her Tierzüchter bin, konnte ich es nicht lassen und habe Nelli von einem ganz lieben Border-Collie-Rüden decken lassen. Nelli hatte 5 Welpen, wovon wir einen behalten haben: Streifo, der Welpe mit den Streifen, ein schmaler Streifen um den Hals und eine ganz schmale Blesse, Farbe black tri. Ein absolut lieber, gutartiger und selbstbewusster Hund, der Liebling aller Kinder und Freunde. Sehr gelehrig aber ein kleiner Herumstreifer. Jede Gelegenheit nutzend vom Hof zu verschwinden und Nachbarn, Hunde, Spaziergänger usw. zu begüßen. Er begleitete uns fast 15 Jahre bis wir ihn im März 2019 gehen lassen mussten.

Was wir bei den Hunden jedoch nicht in den Griff bekommen haben, war der extreme Jagdtrieb. Spazierengehen in der freien Natur, insbesondere im Wald war immer anstrengend und nur an der Leine möglich. Außerdem sind wir dabei unsere Schafhaltung aus Altersgründen zu reduzieren. Auch ist uns bewusst geworden, dass der Border-Collie und andere Rassen Modehunde sind und andere traditionelle, heimische Rassen vom Aussterben bedroht sind. So ist der Deutsche Großspitz von der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung von Haustierrassen) als äußerst gefährdet eingestuft. Aus meiner Kindheitserinnerung mit dem Spitz meiner Oma, eine Rasse, die als Familien- und Bauernhof-Hund eigentlich ideal ist. So habe ich das Zuchtgeschehen des deutschen Großspitzes jahrelang im Internet verfolgt und 2017 war es soweit. Familie Pantel plante einen Wurf schwarzer Großspitze mit super Werten, was Charakter, Aussehen und Inzucht anbelangt. Da habe ich mich dann gleich gemeldet und uns für ein zur Zucht geeignetes Weibchen vormerken lassen. So kamen wir Anfang August 2017 zu unserer Bennonia von den Mönchswaldspitzen.

ALBUM //

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